Was passiert im Hirn, wenn wir Entscheidungen treffen?

Was ist Ihnen mehr Wert? Zeit oder Geld? Wie risikobereit sind Sie? Mit experimentellen Spielen spürt die Neuroökonomie den Triebfedern menschlichen Verhaltens nach. Und schaut mit modernsten Technologien zu, was im Hirn passiert, wenn wir Entscheidungen treffen.

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Am Stand der Neuroökonomie werden Sie zum Spielen verführt. Denn die Neuroökonomie untersucht anhand von kurzen Spielsituationen, welche neuronalen Mechanismen im Hirn ablaufen, wenn wir Entscheidungen treffen. Das Forschungsfeld ist interdisziplinär an der Schnittstelle von Psychologie, Neurowissenschaften und Ökonomie angesiedelt. An der Scientifica können Sie diese ökonomischen Spiele selber ausprobieren und so diese komplexe Wissenschaft in einer für alle Altersgruppen zugänglichen und interaktiven Form kennen lernen.

In den Spielen stehen Teilnehmende typischerweise vor einem Dilemma und müssen eine Eigenschaft (Geld) gegen andere (Zeit, Risiko, Anstrengung) abwägen. Hierbei verhalten sie sich häufig kurzsichtig und begehen «Denkfehler», die von anderen Akteuren systematisch ausgenutzt werden können.

Ein Beispiel ist unsere „Economic Rationality Task“: Wenn man A gegenüber B bevorzugt, B gegenüber C und schliesslich C gegenüber A, entsteht ein zirkulärer Vorgang, bei dem man am Ende das Ausgangsobjekt wieder zurückerhält. Allerdings können andere Akteure solche Vorgänge ausnutzen, wenn jeder Tausch einen kleinen (Kosten-) Aufwand erfordert—bekannt als «Money Pump»-Phänomen. Und wir haben noch weitere solcher Spiele!

Ergänzend dazu präsentieren wir neurowissenschaftliche Geräte im Einsatz, wie Augenbewegungs- und Pupillenmessung, transkranielle Elektrische Stromstimulation (tES), transkranielle Magnetstimulation (TMS) und Elektroenzephalographie (EEG). Diese setzen wir in unserer Forschung ein und sie zeigen auf, was das Gehirn bei Entscheidungen macht.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen, und nutzen Ihre eigenen Ergebnisse als Ausgangspunkt, um mit Ihnen Erkenntnisse aus der neuroökonomischen Forschung zu erörtern.

 

Weitere Informationen:
Universitäre Anmeldestelle für Studienteilnehmende