Vision 2030: So wird Dübendorf zum Tor ins Weltall
In der Erdumlaufbahn entstehen derzeit fliegende Industrieparks. Schon bald wird man dort viele Produkte kostengünstig herstellen können. Erfahren Sie, wie in Dübendorf Experimente für die geplante Raumstation Starlab weltraumtauglich gemacht werden, und wie Schweizer Unternehmen davon profitieren.
Noch kreist sie vierhundert Kilometer über unseren Köpfen, die Internationale Raumstation ISS. Doch 2030 soll die Forschungsplattform abgebaut werden. Danach beginnt die Ära kommerzieller Raumstationen. Auf ihnen wird man künftig Arzneimittel und Werkstoffe produzieren, Energie erzeugen und riesige Rechenzentren betreiben. Die im Weltall herrschende Schwerelosigkeit macht viele dieser Anwendungen einfacher, besser und kostengünstiger.
Dreihundert bis sechshundert Kilometer über der Erde installieren internationale Firmen demnächst schwebende Industrieparks für eine neue Wirtschaftsform, kurz New Space genannt. Die Chancen der Schweiz liegen dort, wo sie auch auf der Erde Weltklasse ist, etwa in Pharmazeutik, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Der Zugang zur neuen Wirtschaftszone im Orbit entsteht derzeit auf dem Flugplatz Dübendorf. Dort wird das US-Raumfahrtunternehmen Starlab seinen europäischen Standort errichten – unter Federführung des Switzerland Innovationspark Zurich und des Centers for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein. In Dübendorf werden die Projekte von Schweizer Firmen, so der Plan, weltraumtauglich gemacht, um sie dann zum US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral und von dort mit Raketen in die Erdumlaufbahn zu bringen.
Am Stand können Sie einen originalgetreuen Nachbau der Friendship-7 Raumkapsel von John Glenn (Leihgabe vom Swiss Space Museum) bestaunen. Videos zu New Space, Produktion im Weltall und Schwerelosigkeitsflügen zeigen Ihnen die Zukunft im Erdorbit. Für Ihre Fragen stehen mit Oliver Ullrich und Elisabeth Stark führende Akteure der Universität Zürich und des New Space zur Verfügung.

