Aithon Robotics: Drohnen im Einsatz für sichere Brücken
Viele Brücken in der Schweiz erreichen das Ende der geplanten Lebensdauer. Ihren Zustand zu überprüfen ist aufwendig und gefährlich. Aithon Robotics entwickelt Drohnen, die Bauwerke selbst an schwer zugänglichen Stellen präzise und kostengünstig untersuchen. So lassen sich Schäden früh erkennen und Sanierungen gezielt planen.
Die Schweiz zählt über 40’000 Brücken. Die meisten wurden in den 1960er und 1970er Jahren gebaut und für eine Lebensdauer von 50 bis 70 Jahren ausgelegt. Diese Frist rückt nun näher, weshalb der Aufwand für Inspektion und Sanierung stetig zunimmt. Der Hauptgrund ist Korrosion: Von aussen bleibt sie lange unsichtbar, während sie im Inneren langsam den Bewehrungsstahl zersetzt. Um Schäden frühzeitig zu erkennen, müssen Fachleute die Bauwerke aufwendig untersuchen. Das Bohren, Scannen und Durchführen physischer Tests ist oft gefährlich, , weil die Stellen schwer zugänglich sind.
Das ETH-Spin-off Aithon Robotics löst dieses Zugangsproblem. Seine Drohne fliegt direkt zu den Bauwerken, wo sie sich mithilfe eines Saugsystems an der Betonoberfläche festhaftet. Dies erlaubt ihr, präzise Aufgaben auszuführen: Sie kartiert das Innere der Struktur mit Georadar und Ultraschall, entnimmt Betonkerne zur Materialanalyse oder installiert Sensoren zur für die langfristige Überwachung. Über ein Kabel wird sie kontinuierlich mit Strom versorgt. So kann sie auch längere Arbeiten ohne Unterbrechung durchführen. Die Aithon-Drohne ist bereits an Brücken und Industriebauwerken in ganz Europa im Einsatz.
An der Scientifica können Sie die Drohne im Einsatz erleben. An unserem Stand führen wir jede Stunde live vor, wie die Drohne sich an einer Struktur verankert und präzise Arbeiten wie das Bohren ausführt. Das Team beantwortet auch gerne Ihre Fragen.
Aithons Drohne fliegt zu schwer zugänglichen Oberflächen und wird dort mithilfe eines leistungsstarken Saugsystems fixiert (Video: Aithon Robotics).